DALI-Polytox "Galerie der anderen arT"
DALI - Polytox hat es sich zur Aufgabe gemacht,
Ausstellungs- und Austauschmöglichkeiten auch für unbekannte KünstlerInnen
zu bieten, einen Raum zu schaffen, in dem Probleme diskutiert und
neue Perspektiven in der Kunst geschaffen werden können. Kommunikation
soll in ihrem weitesten Sinne betrachtet und praktiziert werden,
nämlich zusätzlich zum Gespräch in Bildern, Fotos, Plastiken, in
der Musik und allen weiteren Ausdrucksformen, die KünstlerInnen
erschaffen, präsentieren und zur Diskussion stellen. Dabei beschränkt
sich die Galerie nicht nur auf suchtkranke KünstlerInnen, sondern
bietet jedem und jeder ihren Raum an. So entlastet sie die suchtkranken
Menschen, die in ihren Ausstellungen in erster Linie ihre Werke
und nicht ihre Krankheit zur Schau stellen wollen. Obwohl es nämlich
ein Anliegen der Gruppe Dali-Polytox ist, einer Tabuisierung von
Suchtproblematik, die in der Öffentlichkeit in Form von Vorurteilen
leider immer noch präsent ist, durch ihre eigene Offenheit und Aufklärungsarbeit
entgegenzuwirken, ist es dennoch auch ein Ziel, auch den Menschen
Raum zu bieten, die diesem gesellschaftlichen Druck aus bestimmten
Gründen noch nicht gewachsen sind.
Zur 1. Vernissage am 15. 6. in
der Galerie Dali-Polytox, der „Galerie der anderen arT“, war Prof.
Dr. Harald Gruber von der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft
in Alfter bei Bonn anwesend. Er zeigte sich von dem Projekt sehr
angetan.
Kunst ist eine Sprache, der es zusteht,
die inneren Stimmen, die normalerweise
schweigen, stumm und unterdrückt sind,
zum Sprechen zu bringen.
Angelika Daberkow |