Prävention
"Grund oder Ursache"
Ob man nun illegale Suchtstoffe wie z.B. Heroin oder legale wie
Alkohol betrachtet - die Einnahme jeder Droge birgt gesundheitliche
Risiken, kann zu körperlichen, psychischen oder zu sozialen
Schäden führen. Darüber herrscht über alle drogenpolitschen
Lager hinweg Einigkeit. Grob vereinfacht gesagt, ist erwiesen, dass
der Mensch Dinge, für die er belohnt wird oder die schön
für ihn sind, häufiger tut und dass er Verhaltensweisen,
die unangenehme Folgen haben, eher meidet. Die Wirkung der Suchstoffe
wird überwiegend als angenehm empfunden.
Zumindest kurzfristig und am Anfang dominieren bei Drogen die positiven
Effekte. Drogen erzeugen so angenehme Gefühle, die mit der
Realität nichts zu tun haben, die aber dennoch von Konsumenten
als real erlebt werden. Drogen sind somit nichts anderes als eine
Selbstmanipulation und Selbstbelohnung. Das macht sie besonders
für solche Menschen interessant, denen es im richtigen Leben
schwer fällt, angenehme Gefühlszustände auf normalem
Wege herzustellen. Natürlich kann man solche Gefühle wie
Glück, wahre Freundschaft, Angst und Freiheit auch ohne Drogen
erreichen. Dies aber will gelernt sein und
ist weitaus mühsamer. Wer zufrieden leben will, muss lernen
manchmal zu verzichten, Kompromisse zu finden, Verantwortung zu
übernehmen und sich für seine Interessen einzusetzen.
Wer Suchtmittel nimmt, geht immer den bequemen Weg.
Doch Information
ist kein Allheilmittel. Selbst eine umfassende, sachlich ausgewogene,
differenzierte Aufklärung wird nicht verhindern können,
dass Menschen mit Suchtmitteln ihr Leben ruinieren.
Manche Menschen sind offensichtlich zu gestört um aus den Erfahrungen
anderer oder den eigenen zu lernen.
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